Jörg war am 29. November in Köln beim Bahnrad-Test für Jedermann dabei. Hier ist sein Bericht:
openTrack – Ein Erlebnis
Ende November hatte der RC Adler zum openTrack im Müngerdorfer Radstadion geladen. Dort wo sonst nur Vereinsmitglieder mit Rennlizenz ihre Runden drehen, hatten am diesem Tag Jedermänner und -frauen die Gelegenheit mit einem Leihrad sich selbst auf der Bahn zu versuchen. Über 40 Bahnrad-Interessierte aller Altersstufen, Anfänger und Routiniers waren der Einladung gefolgt.
Hilfsbereite Vertreter des RC Adler sorgten dafür, dass jeder Teilnehmer schnell einen passenden Untersatz fand.
Erste Begegnung mit dem Sportgerät
Außer der bekannten Tatsache, das ein Bahnrad im Vergleich zum Straßenrad keine Bremsen, keinen Freilauf und nur einen starren Gang vorzuweisen hat, gibt es noch ein paar weiterer Unterschiede zu vermerken.
Die Kurbellänge ist um 5 mm kürzer, die Laufräder sind mit Hochflanschnaben und Schlauchreifen bestückt. Dadurch soll zum Einen das Aufsetzen des Pedals in der Steilkurve verhindert werden.
Und weil mir das bei etwas zu niedrigem Tempo auf der Bahn später trotzdem einmal gelungen ist, kann ich hier so klug schreiben. Zum Anderen halten die so konstruierten Laufräder den erhöhten Querkräften und auftretenden Drücken auf der Bahn besser stand. Erste zaghafte Rollversuche im Innenraum der Bahn offenbarten noch weitere Besonderheiten. Der Radstand fällt sehr kurz aus. Bei größerem Lenkeinschlag kommt es schnell zum unliebsamen Kontakt von Fuß und Vorderrad. Der Lenker ist runder als beim Straßenrad. Gefahren wird meist in der Unterlenkerhaltung. Soviel zur Technik.
Von der Theorie zur Praxis
Nach einer kurzen Einweisung durch die 1. Vorsitzende Rauthgundis Höschen mit einer Erläuterung der Bahnmarkierungen und den Grundregeln des Bahnfahrens konnte es losgehen.

Die versammelten Teilnehmer waren sichtlich heiß darauf die Bahn unter die Räder nehmen zu können. Es wurden zwei Gruppen gebildet, die mit je einem Routinier vom RC Adler als Vorfahrer auf den beiden Seiten der Bahn starteten.
Waren die ersten Runden noch geprägt von Nervosität und Anspannung und die Vorgabe mit einem Meter Abstand zum Vordermann zu fahren, nicht so leicht umzusetzen, fiel mit zunehmender Rundenzahl die Anfangsnervosität schnell ab.
Im weiteren Verlauf bildeten sich Züge, deren Fahrer sich wechselseitig Windschatten boten, um so gemeinsam auf mehr Tempo zu kommen und in die höheren Bereiche der Steilkurven vorzudringen.

Einige Teilnehmer waren wie die Feuerwehr unterwegs (man beachte den passenden Helm).

Schnell kam ich ausser Atem.
Durst und Hunger stellten sich ein.

Frisch gestärkt, durch die angebotene Verpflegung ging es bald wieder auf die Bahn.

Nach insgesamt vier Stunden ging mit Beginn der Dämmerung ein aufregender Nachmittag und eine sehr gelungene Veranstaltung ohne Sturz zu Ende. Ein leichter Muskelkater im Oberkörper am nächsten Morgen machte deutlich, das auf der Bahn nicht nur die Beine arbeiten müssen.
Ich freue mich schon auf ein Wiederauflage oder Fortsetzung.
Die Bilder entstammen der Webseite und Galerie des RC-Adler.
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